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A-SLO-HR-I-CH-Tour/7.7.-19.7.07
Juli 20, 2007, 1:15 vormittags
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Fotostrecke

Österreich

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Bergsee

Kroatien
-Draußen-

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Die Insel

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Unsere Residenz

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38°

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Johnny der Residenz-Hund

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Messias

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Strand.Bad

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The Seea

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Bucht

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Tor ohne Funktion

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Hafen

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nachts

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Parkplatz

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Rab

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Flipper

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3 1/2 Türme

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Inselbewohner

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spät

-Drinnen-

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Media Center

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Henna-Tattoo, 30 Kuna, hält zwei Wochen, sagt der Künstler

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Riesig!

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BillaBong, 100 Kuna, original (bestimmt)

Venedig

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Kanal

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straight up

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Rivoluzione

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Markusplatz

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These birds turned into wheelchairs

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Riot

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Fassade

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Zone

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Mr Evil

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Fash Vic

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Kultur

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Mir fliegen ständig Vögel durch Bilder

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sehr wichtig

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Wind.Rad


Auspacken, einpacken und weiter…

 



A Talk With…
Juni 3, 2007, 7:54 nachmittags
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Letzten Dienstag.
Zehn vor sechs und wir irrten durch den tiefsten Westerwald, irgendeinen Freund vom Freund abholen, noch eine Stunde bis zum Interview, noch 110km bis nach Köln.
Ich komme jedes Mal in Zeitdruck. Da ich selbst weder Auto noch Führerschein besitze, bin ich auf Leute angewiesen, die mich fahren, und ihnen dafür natürlich unbeschreiblich dankbar.
Aber das Interview an diesem Tag hatte ich schon von zwei Uhr auf sieben verlegen lassen, und Saosin wollte ich jetzt wirklich nicht warten lassen.

Drei Minuten nach sieben und einigen Kurven in Köln erreichten wir endlich die richtige Straße. Schon fünf Minuten vorher hatte mich meine zugewiesene “Kontaktperson” Leila angerufen um mich zu fragen, ob ich noch käme.
Zuerst einmal war ich wirklich froh, mich nicht wie sonst üblich an den “Tourmanager” persönlich wenden zu müssen, denen ich in vorherigen abgehetzt in gebrochenem Englisch klar machen musste, wo ich mich gerade befinde. Leila sprach Deutsch.
Wir hielten schließlich vor dem “Underground”, Silke und ich sprangen aus dem Auto, die Jungs suchten einen Parkplatz, ich suchte Leila. Eigentlich sprach ich die erste Frau, die irgendwie nach “Leila” aussah an. “Leila?”
Ich hatte Glück. Wir schüttelten Hände, sie schien genauso aufgeregt wie ich, sagte, dass sie die Band auch noch nicht begrüßt hätte.
Sie führte uns zwischen zwei Türstehern durch den Hintereingang, eine abgewetzte Steintreppe hinauf, redete dabei unentwegt, von der Taste Of Chaos-Tour und Catering-Service.
Das ganze dauerte keine drei Minuten, ich hatte nicht eine Sekunde Zeit, mich zu sammeln, da stand ich schon völlig unerwartet im Backstageraum.
Hier saßen sieben tättowierte Männer, verteilt auf vier Sofas und einigen Stühlen, zwischen Tischen, Hochbetten, Equipment und einem kläglichen Buffet. Allesamt vertieft in ihre Laptops. Ich habe noch nie so viele Apple-Geräte auf einmal gesehen.
Leila schien etwas überfordert.
“Hey, my name is Leila, and this is…”
“Leonie. I’m here to do the interview for dosenmusik..”
Stellte ich mich kurz vor.
Alle sieben sahen kurz auf.
“Cool.”
Sagte einer.
Ich hatte keine Ahnung, wer von diesen Männern überhaupt in der Band war und wer nicht, geschweige denn, mit wem ich das Interview machen sollte, ich kannte nur die Namen.
“Sit down.”
Wurde mir schließlich angewiesen.
Ich setzte mich auf ein vergilbtes Sofa, neben einem Kerl mit Snakebites und mehr Farbe als Haut auf dem Fleisch. Er erinnerte mich an irgendjemanden, nicht die Piercings und die Tatoos, sondern sein Gesicht.
“Gut, ich hol dich dann in zwanzig Minuten wieder ab.”
Schloss Leila, die bis dahin wie eine unpassende Topfpflanze in der Mitte des Raumes gestanden hatte und ging.
Jetzt konnte mir keiner mehr helfen.
Ein zweiter, etwas breiterer Kerl rückte auf dem Sofa heran, er hatte längere schwarze Haare und grinste herausfordernd.
Bitte lass das Justin und Beau sein, dachte ich.
Die paar Sekunden kamen mir wie eine Ewigkeit vor, diese Stille war grausam, und man sollte mir auf keinen Fall meine Nervösität anmerken.
“So you are…?”
Fragte ich also.
Die beiden schauten mich erstmal etwas enttäuscht an, hatten mich anscheinend für einen großen Fan gehalten, der neben ihren Namen auch ihre Haustiere und Lieblingsfarben kannte. Aber da musste ich leider passen.
“Beau.” sagte der breite Schwarzhaarige.
“Justin.” ergänzte der Hübsche neben mir.
Bingo, das waren also schonmal die Richtigen.
Und da fiel es mir ein. Ich weiß zwar nicht, wie ich es immer schaffe solche merkwürdigen Zusammenhänge herzustellen, aber dieser Kerl sah verdammt nochmal so aus wie eine meiner sehr kurzen Sommergeschichten, letztes Jahr, Kai. Meine Liaison mit ihm beschränkte sich auf den Zeitraum einer Woche, einmal waren wir glücklicherweise zu betrunken um miteinander zu schlafen, das andere Mal glücklicherweise zu nüchtern.
Das ganze schoss mir in einem Bruchteil von Sekunden durch den Kopf. Ich war so perplex, dass ich die Namen vergessen hatte.
“Äh, so you are Beau?” fragte ich den Schwarzhaarigen versuchsweise. Beau- wie die erste Silbe von Beauty.
“Bju? Oh that sounds nice, but actually it’s Bou.”
“Äh, of course. Bou. Justin. Let’s start…”
Ich war erstaunt, wie gut ich das darauf folgende Gespräch meisterte. Sie sprachen ohne Dialekt, ich brauchte die Fragen nicht mal abzulesen, ich konnte mich tatsächlich mit ihnen unterhalten.
Vor allem Beau redete eine Menge. Justin war eher ein Mann der Taten. Auf meine Frage, ob es auch für ihre neue Single ein Video gäbe und wie es denn aussähe, nahm er seinen Laptop auf die Knie und schaltete es kurzerhand an.
Er war niedlich.
Am Ende fragten sie, ob wir etwas von ihrem Buffet essen wollten.
Ich nahm mir einen Apfel. Bei Enter Shikari nahm ich auch einen Apfel. Vielleicht sollte ich die Apfelreste meiner Interviews aufheben und in Formaldehyd und einer Vitrine aufbewahren.
Schließlich kam Leila zurück, mit den nächsten Journalisten. Ich bedankte mich höflich und trat den Weg nach draußen an.
Es war noch viel zu früh, trotzdem standen schon überall Hardcore-Jungs und Emo-Mädchen vor den Eingängen.
Wir machten noch eine kleine Einkaufs-Tour durch den benachbarten Plus und Burger King bevor wir dann auch den Club betraten.
“Ist hier die Gästeliste?”
Ich wollte mich eigentlich weigern diesen arroganten Satz zu sagen. Aber andererseits macht der tierisch Eindruck.
Der mürrische Türsteher verzog den Mund.
“Jo. Wie heißt du denn?”
Ich stellte mich kurz vor.
Er sah kurz auf.
Und hakte mich von seiner Liste ab.
“Hier is’n Fotopass. Kleb dir den dahin. Während den ersten drei Liedern darfste ohne Blitz Fotos machen. Ab.”
Na super.
Hier drin trafen wir auch unsere Jungs wieder, teilweise schon völlig betrunken. Ich schob mich nach vorne an die Bühne, wo gerade eine deutschsingende extrem junge Screamo-Band performte.
Als Saosin endlich anfingen, führte sich besonders der weibliche Teil der Menge auf wie bei meinem letzten Panic!-Konzert; dabei lag der Altersdurchschnitt deutlich höher.
Das war ein Gekreische und Geschiebe, die ganze erste Reihe voll mit Fotoapparaten und Handykameras. Ich glaub ich war eine der einzigen, die das Konzert legal mit Fotopass ablichten durfte, und doch fühlte ich mich wie einer dieser gehirnmatschigen Fans neben mir.
Hatte Saosin schon auf dem Groezrock Festival gesehen, und der Auftritt da hat mir ehrlich gesagt besser gefallen.
Nach vier Liedern zog ich mich dann auch wieder nach hinten und sah mir den Rest aus sicherer Entfernung an.
Später erwartete ich unsere völlig durchnässten Freunde und Fahrer vor der Türe.
“Voll geil.”
Definitiv.




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